18. Usedomer Musikfestival heißt Litauen willkommen! Farben hören – Töne sehen

Logo des Usedomer Musikfestivals

Die litauische Musikszene ist vom 24.09. – 15.10.2011 auf der Insel Usedom zu erleben

Das 18. Usedomer Musikfestival präsentiert vom
24. September bis zum 15. Oktober die erfolgreichsten Künstler der Musikszene Litauens. Das komplette Programm stellten am 19. Mai u.a. Intendant Thomas Hummel und Dramaturg Jan Brachmann auf der Pressekonferenz in Ahlbeck vor.

Fotograf: Geert Maciejewski

In rund 40 Veranstaltungen werden die Sopranistin Violeta Urmana, der Cellist David Geringas, die Pianisten Vytautas Landsbergis und Petras Geniušas, das ArtVio Quartett sowie das Sankt Christopher- Kammerorchester Vilnius nicht nur bekannte Werke von Tschaikowsky, Brahms und Strauss interpretierten, sondern berühmte Komponisten ihres Landes vorstellen. Zu ihnen zählen u.a. Vytautas Laurušas, VytautasBarkauskas, der ein Auftragswerk für das Usedomer Musikfestival komponiert, und Mikalojus Konstantinas Čiurlionis. Letzter gilt als die herausragende Künstlerpersönlichkeit des baltischen Staates und verbindet in seinem Schaffen Musik und Malerei in einzigartiger Manier. Anlässlich seines 100. Todestages setzt sich das Musikfestival unter verschiedenen Blickwinkeln mit dem Werk des Malers und Tonsetzers auseinander. Preisträger des Usedomer Musikfestival 2011, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, ist das Signum-Saxophonquartett. Die fünf jungen Musiker konzertieren

am 29.09. in Zinnowitz. Schirmherr des Festivals ist wie in den Jahren zuvor der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering.

Der Botschafter der Republik Litauen, Mindaugas Butkus, äußerte sich hocherfreut über die Wahl des Schwerpunktlandes: „Dass Litauen im Mittelpunkt des diesjährigen Usedomer Musikfestivals steht, stellt für mich eine euphonische Fortsetzung der vor mehr als zwei Jahrzenten angestimmten Singenden Revolution dar. Mit Musik haben wir unsere Freiheit herausgesungen. Nun tönen wir uns mit unseren hervorragenden Musiktalenten in die europäische Gemeinschaft harmonisch hinein.“ In Anwesenheit des   Bundestagspräsidenten Norbert Lammert und des Litauischen Premierministers Andrius Kubilius präsentierte sich das Usedomer Musikfestival bereits am Montag in der Deutschen Botschaft in Vilnius.

Die Saison 2011 verspricht ein breitgefächertes Programm, das die litauische Musikszene umfänglich widerspiegelt: Klassik, Neue Musik, Folk und Jazz. Insgesamt werden Werke von mehr als 20 Komponisten aus Litauen zu hören sein. Als einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit sowie Kenner und Förderer der Musik des Baltikums prägt David Geringas das 18. Usedomer Musikfestival inbesonderem Maße. Er eröffnet als Solist und Dirigent des Sankt Christopher-Kammerorchesters, Vilnius, am 24. September im Kaiserbädersaal in Heringsdorf die dreiwöchige Veranstaltungsreihe. Der Cellist ist im Liederabend der gefeierten Opernsängerin Violeta Urmana zu erleben (6.10.) und konzertiert am 2. Oktober mit dem Klavierduo Ibelhauptas, wo u.a. der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns mit Texten, verfasst und gelesen von dem Kabarettisten Herbert Feuerstein, zur Aufführung gelangt. Zudem gestaltet er einen Duo-Abend mit dem Pianisten Ian Fountain, konzipierte einen Abend, an dem er neben dem Cello auch das Baryton spielen wird und gibt auf Schloss Stolpe seinen Meisterkurs mit Konzerten. In Stolpe werden die im Jahr 2009 frenetisch vom Publikum umjubelten Musiker des ArtVio Quartetts aus Vilnius wieder gastieren und in Świnoujście gemeinsam mit dem Almandin Quartett aus Hannover musizieren (27.09.).

Mit zwei Peenemünder Konzerten setzt das Usedomer Musikfestival wieder Akzente und sendet ein Zeichen des Friedens aus den einstigen Hallen der Heeresversuchsanstalt. Violeta Urmana, eine der momentan weltweit gefragtesten Sopranistinnen, interpretiert am 8. Oktober Mahlers Rückert-Lieder gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztof Urbański. Bereits am 1. Oktober sind das festivaleigene Orchester Baltic Youth Philharmonic und Kristjan Järvi im ehemaligen Kraftwerk Peenemünde zu erleben. Neben Mikalojus K. Čiurlionis’ Sinfonischer Dichtung „Im Walde“ führt das Jugendsinfonieorchester die 5. Sinfonie von Sergej Prokofjew und das Violinkonzert von Peter I. Tschaikowsky mit dem Solisten Mikhail Simonyan auf. Das Baltic Youth Philharmonic wurde 2008 vom Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG gegründet und vereint hochbegabte Studenten aus allen zehn mit der Ostsee verbunden Staaten. „The New Voice in the North“ bringt unter der Leitung von Gründungsdirigent und Musikdirektor Kristjan Järvi den Ostseeraum zum Klingen. Mit unbändiger Freude am Musizieren begeistern die jungen Musiker das Publikum in dieser Saison in Kaunas, Kaliningrad, Kopenhagen, Stettin, Stockholm, Tallinn sowie erstmalig in Meran und Mailand.

Mit festlichen barocken Klängen endet am 15. Oktober in der Kirche Wolgast die diesjährige Festivalsaison. Über den Schutzheiligen Litauens und König von Polen, den heiligen Kasimir, komponierte Alessandro Scarlatti ein berauschendes Oratorium zwischen weltlicher Liebe, königlichem Pop, Keuschheit und Demut. Interpretiert wird das Werk vom Brevis Consort aus Vilnius unter der Leitung von Darius Stabinskas.
Die Werke von Mikalojus Konstantinas Čiurlionis ziehen sich wie ein roter Faden durch das von Dramaturg Jan Brachmann und Intendant Thomas Hummel entworfene Programm. Čiurlionis gilt als ein Maler in Tönen, der atmosphärische Dichte und Weite gleichermaßen einfängt und Landschaften mit intensiver Farbigkeit entstehen lässt. Ein Nachfahre des Künstlers, der Pianist Rokas Zubovas, portraitiert dessen Leben und Werk durch Musik, Lesungen und Bilder (2.10., OHN, Koserow). Die Symphonische Dichtung „Im Walde“, die erste dieser Form in Litauen, ist für Orchester vom Baltic Youth Philharmonic zu hören (1.10.), wie auch in der Version für zwei Klaviere (2.10., Benz). Zwischen Klassik und Jazz bewegen sich die Pianisten Vytautas Landsbergis und Petras Geniušas sowie der Klarinettist Vladimir Chekassin, indem sie Klavierstücke von Čiurlionis Jazzimprovisationen für Klarinette und Klavier gegenüberstellen. Zu sehen ist zudem eine extra für das Festival vom Čiurlionis-Museum in Kaunas zusammengestellte Ausstellung (Villa Irmgard, Heringsdorf) sowie eine weitere im Kunstpavillon Heringsdorf, in der sich Klaus Killisch dem Werk des Litauers annähert.

Die diesjährigen Schulprojekte rücken ganz im Sinne Čiurlionis die Verbindung von Malerei und Musik in den Mittelpunkt. Unterstützt von der Achterkerke-Stiftung und der Stiftung der Sparkasse Vorpommern, wird Andreas Peer Kähler in der Reihe „Junges Usedomer Musikfestival“ Entdeckungsreisen in die Welt der Kunst unternehmen. Auf die Bilder, die im Familienkonzert am 9.10. in Mölschow u.a. zu Musik von Mussorgsky entstehen bzw. zu Čiurlionis, und Debussy in Schulprojekten entworfen werden, darf man gespannt sein.

Die deutsch-polnische Zusammenarbeit führt das Usedomer Musikfestival auch in dieser Saison weiter.

Neben einem Kammermusikabend mit dem Quartetten Almandin und ArtVio (27.09.) sowie einem Sinfoniekonzert mit der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot (13.10), werden wieder Workshops, Schulkonzerte und ein Gottesdienst veranstaltet.
Beim traditionellen Jazz-Konzert auf der Adler-Vineta sorgt 2011 erstmalig das junge Böttger Swingtett für beschwingte Rhythmen (9.10.). Ergänzt wird das Festivalprogramm mit der Musikalischen Inselrundfahrt (11.10.) und der Synagogenrundfahrt (3.10). Außerdem lädt das Usedomer Musikfestival traditionell den Preisträger von Young Concert Artists ein. Der Pianist Da Sol wird seinen Solo-Abend dem Virtuosen
Franz Liszt widmen (30.09., Heringsdorf).

In Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival ist das Usedomer Musikfestival 2011 zum vierten Mal mit einem Sonderkonzert schon zur Sommerzeit vertreten. (21. August, Heringsdorf). Der Oboist Albrecht Mayer leitet das Schleswig-Holstein Festival Kammerorchester und tritt neben Gabriel Adriano Schwabe, Violoncello, als Solist auf.

Als neue Hauptförderer begrüßen wir in diesem Jahr Eni Saipem, Sektkellerei Geldermann und Steigenberger Grandhotel and Spa, Heringsdorf. Neben der Unterstützung der Volkswagen AG, des Hauptförderers NDR sowie zahlreichen Förderern und Sponsoren, der Europäischen Union, der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Ostvorpommern, der Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, der Städte Wolgast und Świnoujście und den Gemeinden der Insel Usedom, beteiligte sich auch in diesem Jahr, die aus rund 80 Förderern der Region bestehende Unternehmensinitiative für das Usedomer Musikfestival an der Finanzierung der 18. Saison.

Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de, www.usedom.de sowie bei zahlreichen Ticketonline-Vorverkaufsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Über Carsten Pescht

head of online services at Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (www.off-to-mv.com)
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