Pressemitteilung – Zwei Große Oratorien, Jugend-Tanz-Projekt, Figurentheater, Jazz und Barockgeige

65. Greifswalder Bachwoche „eng-e-lisch“ am Wochende, 25./26. Juni 2011

HöhepGreifswalder Bachwocheunkt und Abschluss der Greifswalder Bachwoche ist nicht etwa der überaus nachgefragte Festgottesdienst mit Margot Käßmann am

Sonntag, 10 Uhr, im Dom, sondern das Oratorium A Child of our Time“ des englischen Komponisten Michael Tippett (1905-1998) am Sonntag um 20 Uhr im Dom. Das 1944 uraufgeführte Werk ist allen politisch und rassisch Verfolgten des 20. Jahrhunderts gewidmet, dürfte also durchaus im Sinne der vielen Käßmann-Fans sein, die sich am Morgen drängen werden. Besonders reizvoll sind in diesem  Oratorium die Spirituals, darunter „Go down Moses

John Holloway, Barockgeige“ oder „Nobody knows“, als musikalische Stimme der Gemeinde, begleitet vom großen Orchester. Wer mehr über Tippetts Werk und seinen radikalpazifistischen Schöpfer wissen will, erfährt dies beim Einführungsvortrag von  Prof. Dr. Walter Werbeck, Sonntag um 12 Uhr im Konferenzraum im Hauptgebäude der Universität. Dazu gibt es am Sonntagnachmittag noch einen feinen, leisen Bachwochen-Höhepunkt, um 16 Uhr in der Kirche Wieck: „De Angelis“. John Holloway, Virtuose auf der Barockgeige, spielt Werke von Telemann, Bach, Biber und Hildegard von Bingen, darunter auch die berühmte „Schutzengelsonate“ von Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644-1704).

Achtung, die „Geistliche Morgenmusik“ des Samstags ist – wie immer einmal pro Bachwoche – um 10 Uhr zu Gast in der Marienkirche! Es predigt deren Pfarrer Dr. Bernd Magedanz. Im Dom wird derweil schon heftig an der aufwändigen Tanzfläche gebaut, denn am Samstag, 12 Uhr, wird dort getanzt: das Tanzprojekt „Ein Sommernachtstraum“ nach Shakespeare, mit pommerschen Jugendlichen, zur Musik von Händel, Britten, Grieg und Elgar, und – weil die Geschichte um turbulente Liebesverwirrungen schließlich doch noch gut ausgeht  –  zum „Hochzeitsmarsch“ von Mendelssohn-Bartholdy. Ein sinnenfrohes Theatererlebnis für die ganze Familie gibt es am Samstagnachmittag, 16 Uhr, im Lutherhof: „BACH – ein musikalischer Bilderbogen“. Das Figurentheaterstück zeigt in einer musikreichen Episodencollage die Biographie Johann Sebastian Bachs. Der Abend bietet noch einmal eine Fülle von Musik unterschiedlichster Stilrichtungen auf:

Gregor Szramek, Solist der mitternächtlichen "Meditativen Musik zum Tagesausklang"Im Dom gibt es Samtagabend um 20 Uhr zunächst das subtile Violinkonzert von Alban Berg, gewidmet „Dem Andenken eines Engels“ (Solist Gabriel Adorján), dem schließt sich mit „Johannes-Ostern“ von Sofia Gubaidulina mit gewaltigem Chor- und Orchesterklang der zweite Teil des großen Doppelwerkes der russischen Gegenwartskomponistin an, dessen ersten Teil wir bereits im vorigen Jahr erlebten. Und mit Oscar Petersons “Easter Suite” in St. Jakobi, 22 Uhr, bietet das Trio Kordes-Tetzlaff-Godejohann einmal mehr Bachwochen-Jazz! „Meditative Musik zum Tagesausklang“ gibt es anschließend im Dom St. Nikolai, 24 Uhr: Gregor Szramek, Violoncello, spielt Samstagnacht die letzte der sechs Cellosuiten Johann Sebastian Bachs.

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