Ciurlionis im Portrait von seinem Urenkel

Pianist Rokas Zubovas entführt in die Welt des litauischen Nationalhelden

 Seebad Ahlbeck, 28. September 2011

Pressemitteilung

 Töne sehen und Farben hören kann man beim Usedomer Musikfestival am Sonntag, den 2. Oktober, 15 Uhr, im Atelier Otto Niemeyer-Holstein. Anlässlich des 100. Todestages von Mikalojus Konstantinas Ciurlionis (1875-1911) widmet sich der Urenkel des litauischen Nationalhelden, der Pianist Rokas Zubovas, dem Leben seines Urgroßvaters in Wort, Musik und Bild. Der Maler Otto Niemeyer-Holstein, in dessen Atelier die Veranstaltung stattfindet, bezeichnete das Meer als seine große Geliebte. Ciurlionis hingegen, aufgewachsen in Südlitauen, war zu Anfang seines Lebens von der Schönheit der Wälder begeistert. An der Natur wie auch an der litauischen Volksmusik schätzte er die Einfachheit und Herzlichkeit. Im Jahr 1901 komponierte er eine Liebeserklärung an den Wald: Litauens erste sinfonische Dichtung „Im Walde“. Rokas Zubovas wird gemeinsam mit seiner Frau Sonata Deveikyte-Zuboviene dieses Werk in der Transkription für Klavier zu vier Händen interpretieren.

Ciurlionis schaffte eine einzigartige Synthese aus Malerei und Musik. So entstanden beispielsweise sein Gemäldezyklus „Meeressonate“ und seine sinfonische Dichtung „Das Meer“, die ebenfalls am Sonntagnachmittag zu hören ist. In seinem kurzen Leben von nur 35 Jahren schuf Ciurlionis über 300 Kompositionen sowie 400 Bilder und Zeichnungen. Er gilt als Begründer der litauischen Kunst. „Ich möchte eine Symphonie komponieren aus dem Rauschen der Wellen, der geheimnisvollen Sprache des hundertjährigen Waldes, dem Zwinkern der Sterne, aus unseren Volksliedern und meinem grenzenlosen Heimweh“, schreib er 1908 an seine Frau. Im Atelier Otto Niemeyer-Holstein werden am Sonntag zudem Auszüge aus seinem poetischen Werk und seinen Tagebüchern gelesen.

Rokas Zubovas wurde in Litauen geboren und studierte Musik an der Hochschule in Vilnius, der DePaul Universität in Chicago und am internationalen Heinrich Neuhaus Institut in Zürich. Er ist Mitglied der Litauischen Musikakademie und erhielt Auszeichnungen und Preise bei internationalen Wettbewerben. Unter anderem gewann er den Mikalojus Konstantinas Ciurlionis Preis. Seine Vorträge und Konzerte führten ihn u.a. in die USA, Kanada, nach Russland Uruguay und durch Europa.

In zahlreichen Veranstaltungen des Usedomer Musikfestivals lässt sich die Welt von Ciurlionis entdecken. Neben etlichen Konzerten, einer Ausstellung vom Ciurlionis-Museum (Kaunas) in der Villa Irmgard (Heringsdorf), setzte sich auch der Künstler Klaus Kilisch mit dem litauischen Maler und Komponisten auseinander. Eröffnet wird seine Ausstellung, bestehend aus großformatigen Installationen und raumgreifenden Soundexperimenten, am Samstag, den 1. Oktober, um 12 Uhr, im Kunstpavillon im Seebad Heringsdorf. Klaus Killisch feierte mit seinen Ausstellungen bereits große Erfolge, unter anderem in Berlin, Tokyo, Malmö und New York.

 Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de,  www.usedom.de

 

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