Zwischenbilanz

Publikum feiert in vollbesetzten Kirchen und Sälen litauische Musikkultur

Seebad Ahlbeck, 5. Oktober 2011

Pressemitteilung

Nach dem bewegenden Eröffnungskonzert mit dem Cellisten und Dirigenten David Geringas, artist in residence, und dem St. Christopher Kammerorchester sowie nach weiteren 25 erfolgreichen Veranstaltungen zieht das Usedomer Musikfestival eine positive Zwischenbilanz. Mit einer Auslastung von über 90% kann das Festival dieausgezeichneten Ergebnisse der letzten Jahre wiederholenAcht der Veranstaltungen warenausverkauft. In der Eröffnungsrede sagte Ministerpräsident Erwin Sellering: „Das Festival ist ein Forum, das uns die Länder entlang der Ostseeküste auf ganz besondere Weise näher bringt: In der einzigartigen Sprache der Musik, mit wunderbaren Bildern, die nur die Musik vor unserem geistigen Auge entstehen lässt. Damit leistet das Usedomer Musikfestival einen großartigen Beitrag für das Zusammenwachsen in der Grenzregion.“ Auch der Botschafter der Republik Litauen in Deutschland, Mindaugas Butkus, äußerte sich lobend über die Wahl des diesjährigen Schwerpunktes. Das Usedomer Musikfestival erhält in diesem Jahr eine finanzielle Unterstützung von der litauischen Regierung.

Für Litauen ist das Programm des 18. Usedomer Musikfestivals eine der umfangreichsten Präsentationen der Musiknation außerhalb der Landesgrenzen. Der Direktor des Ciurlionis-Museums in Kaunas stellte speziell für das Usedomer Musikfestival eine Ausstellung unter dem Titel „Ciurlionis und das Meer“ zusammen. In der Villa Irmgard, Heringsdorf, sind ausgewählte hochwertige Reproduktionen der höchst lichtempfindlichen Gemälde des litauischen Malers, Komponisten und Poeten zu sehen. In den ersten anderthalb Wochen begeisterten das Publikum u.a. David Geringas, das ArtVio-Quartett, der Young Concert Artist Preisträger Da Sol, der Urenkel von M.K. Ciurlionis, Rokas Zubovas, und Herbert Feuerstein. Das Baltic Youth Philharmonic feierte am vergangenen Samstag (1. Oktober) mit einem fulminanten Konzert mit dem Violinisten Mikhail Simonyan, unter der Leitung von Musikdirektor Kristjan Järvi, den Abschluss der erfolgreichen Konzerttournee 2011.

Die Vielfalt der Veranstaltungen mit litauischem Schwerpunkt reicht vom großen Sinfoniekonzert über Kammermusik, Solorezital bis hin zu Vorträgen und Ausstellungen. Rund 170 Künstler gastierten in der ersten Hälfte des Festivals auf der Insel Usedom. Drei Uraufführungen von litauischen Werken erlebte das Publikum beim Usedomer Musikfestival bereits: Benny Gilin: Ballade “Rachel from Toleda” op. 16 für Violoncello und Klavier (David Geringas und Indre Baikstyte), Zita Bruzaite: Stillness (Signum-Saxophonquartett) und Zibuokle Martinaityte: “Ab initio” (Vilniaus Fagotynas).

Zum dritten Mal wurde der Preis des Usedomer Musikfestivals, gefördert von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, verliehen. Der Preis in Höhe von 10.000 Euro ging an das Signum-Saxophonquartett aus Köln.

Noch bis zum 15. Oktober ist Litauen musikalisch auf der Insel Usedom zu entdecken. Opernstar Violeta Urmana wird beispielsweise am Samstag, 8. Oktober, um 20 Uhr, mit dem NDR Sinfonieorchester in Peenemünde gastieren. Litauens erster Präsident seit der Unabhängigkeit und Pianist Vytautas Landsbergis sowie der Pianist Petras Geniusas und der Klarinettist Vladimir Chekassin stellen Klavierwerke von M.K. Ciurlionis vor. Im zweiten Teil des Konzertes spielen sie in freien Jazz-Improvisationen mit Motiven und Fragmenten der Originalwerke. Das Usedomer Musikfestival endet mit festlichen barocken Klängen am 15.10. in der Kirche Wolgast. Über den Schutzheiligen Litauens und König von Polen, den heiligen Kasimir, komponierte Alessandro Scarlatti ein berauschendes Oratorium zwischen weltlicher Liebe, königlichen Pomp, Keuschheut und Demut.

Informationen und Kartenbuchungen unter 038378.34647 oder www.usedomer-musikfestival.de,  www.usedom.de

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