Montag: Auftakt zur 66. Greifswalder Bachwoche „Bach und der ganze Norden“

Am Montag, dem 4. Juni, 20 Uhr, wird das erste große Kulturereignis der neuen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) seinen ersten konzertanten Höhepunkt im Dom St. Nikolai zu Greifswald erleben: Es erklingen die Croy-Cantate und – als Uraufführung! – die Missa ecclesiae a septentrionibus (die Messe der Kirche im Norden) zu Ehren der Nordkirche. Beide Wer-ke sind Kompositionen des Künstlerischen Leiters der Greifswalder Bachwoche, KMD Prof. Jochen A. Modeß (*1954). Die Croy-Cantate ist 2006 zum 550jährigen Jubiläum der Universität Greifswald ent-standen, deren größter Kunstschatz der figurenreiche Croy-Teppich aus dem 16. Jahrhundert ist. Die Croy-Cantate ist als „Raummusik“ konzipiert, mit der der Croy-Teppich imaginär in den Dom projiziert wird. Fünf Vokalsolisten, zwei Oratorienchöre und ein großes Sinfonieorchester weben mit am Klang-teppich – insgesamt rund 230 SängerInnen und InstrumentalistInnen! Die Missa ecclesiae a sep-tentrionibus für fünf Vokalsolisten, gemischten Chor, Sinfonieorchester sowie Altsaxophon und Ju-gendchor mit Klavier, E-Bass und Schlagzeug ist nicht einfach nur ein musikalischer Segensgruß für die Nordkirche. Mit ihrer „Crossover“-Anlage aus traditioneller lateinischer Messe einerseits und deut-schen Nachdichtungen für Jugendchor mit Rhythmusgruppe andererseits greift sie die starken popu-larmusikalischen Impulse, die zuletzt eine Diskussion um die stilistische Ausrichtung der Kirchenmusik überhaupt ausgelöst haben, auf und versucht zu vermitteln
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR Kultur) wird das Konzert aufzeichnen. Die Ausstrahlung ist für die Sendung „Musica Glocken und Chor“ am Samstag, 30.6.2012, 19 Uhr, vorgesehen.

Bereits im 16 Uhr wird es einen Musikalischen Auftakt der Bachwoche auf dem Greifswalder Markt geben: „Hineinposaunt! – Der ganze Norden grüßt die Nordkirche“! Mitten in der Stadt führt der Bläserkreis „Die UHU’s“ aus ganz Norddeutschland unter Leitung von Landesposaunenwart Martin Huss ein buntes Programm auf, von Bach bis zu lateinamerikanischen Klängen. Sogar von einem Stück eines lateinamerikanischen Indianers, entstanden ca. 1628, wird sich unser norddeutscher Marktplatz in Klang tauchen lassen! Dazu gibt es Interviews und in einem kleinen Quiz kann man Bachwochen-Freikarten gewinnen.

Das Spätabendkonzert um 22 Uhr in St. Marien bringt nordischen Genus für Ohr und Auge: Die „Skandinavische Nacht“ für Trompete und Orgel (Christian Packmohr, Trompete und Corno da Caccia und KMD Christiane Werbs, Orgel) bietet zu später Stunde nicht nur skandinavische Volkswei-sen und Werke von finnischen, norwegischen, schwedischen und deutschen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts, sondern zur Musik auch zauberhafte Bildeindrücke mit Fotos aus Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland.

Die insgesamt 40 Veranstaltungen der 66. Greifswalder Bachwoche, davon 22 kartenpflichtige Kon-zerte, sind im Detail nachzulesen auf www.greifswalder-bachwoche.de.
Kartenvorverkauf in der Evangelischen Buchhandlung, Domstr. 19, und in der Buchhandlung Schar-fe, Lange Straße 68, Greifswald, sowie an den Veranstaltungskassen.

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